Glassdrive reduziert Papierkonsum um 70% mit Mewa-Tüchern

Die Faustformel ist einfach: Wenn ein Glasschaden nicht größer als eine Zwei-Euro-Münze ist, kann er repariert werden, es sei denn, er liegt im Einfallswinkel des Fahrers oder der Fahrerin. Nachhaltigkeit gehört neben Qualität und Kundenorientierung zu den Prioritäten von Glassdrive, der größten Autoglas-Kette in Portugal. Im Mai 2025 führte das Unternehmen der Gruppe Saint-Gobain das Mewa-Putztuchsystem ein. Ziel ist es, dass 2028 alle 130 Autoglas-Austausch-und-Reparaturzentren in Portugal die saugstarken Putztücher nutzen, die Mewa zum Waschen abholt und nach mehrstufiger Kontrolle wieder direkt in die Werkstatt liefert.

Autoglas reparieren oder ersetzen? „Jede Reparatur verhindert im Schnitt den Ausstoß von 31 kg CO₂, vermeidet das Erzeugen von 15 kg Abfall und spart bis zu 280 Liter Wasser ein verglichen mit dem kompletten Austausch einer Windschutzscheibe“, informiert Hélder Quelhas, verantwortlich für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit bei Glassdrive. Die Priorisierung der Reparatur ist genauso fest im Umweltkonzept von Glassdrive verankert wie das Mewa-Putztuchsystem. Auch die Nutzung der wiederverwendbaren Putztücher soll vor allem Abfall vermeiden. Nach Einführung der Tücher fiel der Papierkonsum um rund 70 Prozent. „Ganz auf Papier können wir leider nicht verzichten, weil wir in manchen Situationen Klebstoffe einsetzen, die nicht mit dem Tuch entfernt werden können. Ich glaube aber, dass es möglich ist, die Nutzung der Putztücher auf alle Glassdrive-Zentren auszuweiten und so den Papierkonsum weiter zu reduzieren“, sagt Hélder Quelhas.

Gründliche Sauberkeit ist wichtig

Das Mewa-Putztuch sorgt in verschiedenen Arbeitsschritten für Sauberkeit und trägt so zur hohen Qualität von Glassdrive bei. „Zuerst reinigen wir die neue Scheibe. Dazu nutzen wir immer ein frisches Putztuch, das wir danach für die Karosserie weiterverwenden. Die neue Scheibe muss sehr gründlich gereinigt werden, damit unsere Produkte gut darauf haften“, erklärt César Silva, Techniker für Glasaustausch und -reparatur bei Glassdrive im Industriegebiet von Porto, den ersten Schritt. „Die Tücher sind viel besser, denn das Papier hinterließ immer kleine Papierfetzen auf dem Glas und riss beim Reinigen der Karosserie. Mit dem Putztuch haben wir diese Probleme nicht mehr. Man kann viel besser mit ihm arbeiten: Es liegt gut in der Hand, es hinterlässt keine Reste, wie vorher das Papier, und wir erreichen ein gutes Ergebnis.“

Bevor die neue, frisch gereinigte Scheibe eingesetzt werden kann, muss der Fahrzeugrahmen von möglichen Rückständen befreit werden. Dafür sorgt wieder das Putztuch. Anschließend führt der Techniker die verschiedenen notwendigen Arbeitsschritte durch und setzt die neue Scheibe ein. „Dann fahren wir nochmals mit einem frischen Putztuch darüber und fertig“, erklärt César Silva. Jedes Putztuch kann häufig wiederverwendet werden. Ist es nicht mehr aufnahmefähig oder zu schmutzig, wird es in den dicht verschließbaren Sicherheitscontainer SaCon gelegt. Er gehört zum System und sorgt für Ordnung und Sicherheit. Zum vereinbarten Zeitpunkt liefert Mewa frische Tücher an und nimmt die gebrauchten im SaCon zum Waschen und zur umfassenden Qualitätskontrolle mit.

Glassdrive zieht eine positive Bilanz

Im Rahmen des aktuellen Nachhaltigkeitsfahrplans baut Glassdrive den Einsatz des Mewa-Putztuchsystems aus. „Unser Ziel ist es, bis 2028 die Nutzung der Mewa-Putztücher auf unser gesamtes Netzwerk auszudehnen“, betont Hélder Quelhas, „denn unsere Bilanz ist sehr positiv. Einer der größten Vorteile von Mewa ist die gut funktionierende Logistik. Die Tücher werden pünktlich geliefert, die Kommunikation ist ganz einfach, frische Putztücher sind immer vorhanden, und unsere Techniker nutzen sie gerne.“