Mewa: 50 Jahre Kaskadentechnik

Wasserfälle finden auf der ganzen Welt Bewunderung: Das Wasser springt von Stein zu Stein, es fällt stufenweise herab. Ob sich die Mewa-Ingenieure und -Techniker vor mehr als einem halben Jahrhundert von diesem Naturschauspiel inspirieren ließen, wissen wir nicht. Tatsache ist, dass sie eine spezielle Kaskadentechnik entwickelten, um Wasser aufzubereiten und so die wiederverwendbaren Mewa-Textilien ressourcenschonend zu waschen.

Als die Unternehmen in Europa vor allem Produktivität und Wachstum im Auge hatten, räumte Mewa Umweltinvestitionen bereits die gleiche Priorität ein wie Expansionsinvestitionen. So leisteten die Ingenieure und Techniker des Textildienstleisters Pionierdienste in puncto Nachhaltigkeit: Sie entwickelten innovative energie- und wassersparende Wasch- und Trockneranlagen. 1975 nahm Mewa die erste in Eigenregie konzipierte Anlage zur Abwasseraufbereitung in Betrieb. Heute, 50 Jahre später, wird die sogenannte Kaskadentechnik weiter erfolgreich genutzt: Durch dieses effiziente Verfahren kann Spülwasser wiederverwendet werden. Dabei wird das Wasser aus den letzten Spülzyklen gefiltert und anschließend für die ersten Waschgänge in der Regel stark verschmutzten Industrieputztücher und Fußmatten eingesetzt. Damit reduziert Mewa den Frischwassereinsatz beim Waschen um bis zu 50 Prozent.

Wenn die Kaskadentechnik nicht mehr greift, das Wasser also nicht mehr für weitere Waschgänge taugt, wird es der dreistufigen Abwasseraufbereitung zugeführt. In der chemisch-physikalischen Stufe werden die Schmutzstoffe weitestgehend vom Wasser getrennt. In der anschließenden biologischen Stufe zersetzen Bakterien die im Wasser gelösten Schmutzstoffe. So erreicht Mewa aktuell einen Reinigungsgrad von 99,8 Prozent. Zudem brachte die Forschungs- und Entwicklungsschmiede von Mewa spezielle Dosierungs- und Steuerungssysteme für die Waschprozesse hervor. Das Ergebnis dieser technischen Innovationen: Mewa wäscht bei einer zu 85 Prozent geringeren Umweltbelastung gegenüber haushaltsüblichen Waschverfahren. 1997 erhielt das Unternehmen als erstes der Textilbranche das internationale Umweltzertifikat ISO 14001.

So funktioniert die Abwasseraufbereitung bei Mewa (Foto: Mewa)

Mewa bietet Textilien im Kreislaufsystem mit Rundum-Service an

Als Mewa die Kaskadentechnik entwickelte, wusch das 1908 gegründete Unternehmen bereits 200 Millionen Putztücher im Jahr. Heute wäscht Mewa jährlich 1,2 Milliarden Tücher für Industriebetriebe und Werkstätten in ganz Europa. Dank seiner besonderen Qualität kann jedes Tuch bis zu 50 Mal gewaschen und anschließend wieder eingesetzt werden. Das ist nachhaltig und zeitgemäß. Was heute im Trend liegt, war vor 50 Jahren bahnbrechend. Die Dienstleistung von Mewa ist von jeher ein Kreislaufsystem: Mewa liefert wiederverwendbare, speziell für ihren Einsatz entwickelte Textilien – vornehmlich Putztücher und Ölauffangmatten –, holt sie zum Waschen ab, unterzieht sie einer mehrstufigen Kontrolle und liefert sie wieder an. Das entlastet die Kunden und die Umwelt.

Das saugstarke Mewa-Putztuch reinigt Komponenten, Werkzeuge und Maschinen (Foto: Mewa)